Im Jahr 1100 in Deutschland wanderte eine Gruppe zisterziensischer Mönche durch einen heiligen Wald, einen kleinen Hain, in dem die alten Heiden Bäume bestimmten Gottheiten und Waldgeistern, den sogenannten Elben und kleineren Dämonen, geweiht hatten. Diese Bäume wurden verehrt: Niemand durfte ihre Blätter berühren oder ihre Zweige abschneiden, und die Haingebiete waren für Profane gesperrt.
Als sie durch diesen Ort gingen, begannen die Mönche andächtig zu beten, Psalmen zu singen und Fürbitten für die Rettung verlorener Seelen zu sprechen. Plötzlich verwandelten sich die Elben, die zuvor harmlos und ätherisch erschienen, in groteske Dämonen mit schrecklichen Gestalten und glühenden Augen, die versuchten, das Gebet mit Schreien und bedrohlichen Gesten zu stören.
Doch die Kraft des Gebets war stärker als jede Angst. Die Gegenwart Jesu wurde spürbar; die Dorfbewohner, die sich näherten, um den Gesang der Mönche zu hören, begannen aus Rührung und Reue zu weinen, bewegt von der Manifestation der göttlichen Gnade in diesem entweihten Wald.
Während die Mönche ihr Gebet fortsetzten, begann sich der Ort zu reinigen. Die Bäume und der Boden, einst für heidnische Kulte genutzt, wurden zu Symbolen der Heiligkeit. Der Wald wurde der Jungfrau Maria geweiht, und von da an wurde dieser Ort zu einem Platz des Gebets und der Einkehr, an dem Frömmigkeit und Glaube alles wiederherstellten, was die Idolatrie entweiht hatte.

Comments
Post a Comment