Die Wohltat der Barmherzigkeit: Ein Beispiel aus dem Leben des Propheten Elia und der Witwe von Sarepta



 Eine sehr ehrbare Witwe wurde darüber informiert, dass ihr einziger

Sohn von einem Feind getötet worden war. Ihre Geduld war groß, denn ein so fatales Ereignis brachte sie nicht dazu, Rache zu nehmen. Sie zeigte keine extremen Gefühle, und der Zorn übermannte sie nicht, den Urheber dieses Übels zu verfluchen. Im Gegenteil, als der Angreifer in ihre Hände fiel, vergab sie ihm heimlich.

Der Lohn für ihre heldenhafte Nächstenliebe. Die fromme Witwe begab sich in ihre Kapelle, um die göttliche Barmherzigkeit für die Seele ihres verstorbenen Sohnes zu erflehen, der ihr strahlend erschien und sprach: „Meine Mutter, Gott segne dich, denn du hast mir das größte Glück bereitet, indem du zweimal meine Mutter warst – einmal, indem du mich für die Erde geboren hast, und das andere Mal, indem du mich für den Himmel geboren hast, weil du demjenigen vergeben hast, der mir das irdische Leben genommen hat. Ich gehe nun in den Himmel, und obwohl ich viele Jahre im Fegefeuer hätte verbringen müssen, hat mich die Kraft deiner Nächstenliebe daraus befreit und mir die Krone geschaffen.“ So sprach er und flog in die unsterbliche Herrlichkeit.

An die Tür einer armen Witwe kam ein hungriger, bedürftiger Mann, der Prophet Elia, und bat sie um ein Stück Brot. Die Witwe hätte ihm, vom Rat der Welt geleitet, antworten können, dass er unverschämt sei, sie um Brot zu bitten, nachdem er durch sein Handeln die Erde Israels in eine Dürre gebracht habe. Stattdessen nahm sie ihn mit freundlichen Worten auf, nannte ihn „Mann Gottes“ und gab ihm von ihrem wenigen Mehl. Daraufhin segnete der Prophet ihr Haus mit unerschöpflichen Quellen von Öl und Mehl.

Dies zeigt, dass Wohltaten, selbst gegenüber Feinden, belohnt werden. Die Seelen im Fegefeuer, selbst wenn sie einst Feinde waren, sind jetzt Freunde Gottes und brauchen Hilfe durch Gebete und Opfergaben. Der Text betont, dass Feindseligkeiten nach dem Tod enden und die Seelen im Fegefeuer in Frieden und Liebe vereint sind. Es wird berichtet, dass eine Witwe, deren Sohn von einem Feind getötet wurde, diesen Feind versteckte und ihm zur Flucht verhalf. Ihr verstorbener Sohn erschien ihr später und dankte ihr, da ihre Gnade ihn aus dem Fegefeuer befreit und ihm den Eintritt in den Himmel ermöglicht hatte.

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