Die Wohltat der Barmherzigkeit: Ein Beispiel aus dem Leben des Propheten Elia und der Witwe von Sarepta
Eine sehr ehrbare Witwe wurde darüber informiert, dass ihr einziger
Sohn von einem Feind getötet worden war. Ihre Geduld war groß, denn ein so fatales Ereignis brachte sie nicht dazu, Rache zu nehmen. Sie zeigte keine extremen Gefühle, und der Zorn übermannte sie nicht, den Urheber dieses Übels zu verfluchen. Im Gegenteil, als der Angreifer in ihre Hände fiel, vergab sie ihm heimlich.
Der Lohn für ihre heldenhafte Nächstenliebe. Die fromme Witwe begab sich in ihre Kapelle, um die göttliche Barmherzigkeit für die Seele ihres verstorbenen Sohnes zu erflehen, der ihr strahlend erschien und sprach: „Meine Mutter, Gott segne dich, denn du hast mir das größte Glück bereitet, indem du zweimal meine Mutter warst – einmal, indem du mich für die Erde geboren hast, und das andere Mal, indem du mich für den Himmel geboren hast, weil du demjenigen vergeben hast, der mir das irdische Leben genommen hat. Ich gehe nun in den Himmel, und obwohl ich viele Jahre im Fegefeuer hätte verbringen müssen, hat mich die Kraft deiner Nächstenliebe daraus befreit und mir die Krone geschaffen.“ So sprach er und flog in die unsterbliche Herrlichkeit.

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