An die Seelen im Fegefeuer



Geliebte Gattinnen des Herrn, die ihr in dem Gefängnis des Fegefeuers eingeschlossen seid, leidet unerträgliche Qualen und seid der Gegenwart Gottes beraubt, bis ihr euch reinigt wie das Gold im Schmelztiegel der Reliquien, die euch die Sünden hinterlassen haben. Mit welcher Berechtigung ruft ihr aus den lodernden Flammen nach euren Freunden und bittet um Barmherzigkeit!

Ich habe Mitleid mit eurem Schmerz und wünschte, ich hätte ausreichende Mittel, um diese große Schuld zu begleichen; und obwohl ich ärmer bin als ihr selbst, biete ich euch an und wende alle Ablässe an, die ich an diesem Tag gewinnen kann, sowie all die Werke der Übererfüllung, die ich während (bitte die gewünschte Zeit angeben) tun werde, mit Ausnahme derer, die ich aus einem besonderen Bedürfnis anwenden muss.

Aber da meine Verdienste so arm sind, um für euch die göttliche Gerechtigkeit zu befriedigen, appelliere ich an die Barmherzigkeit der Gerechten, an die Fürbitten der Seligen, an den unerschöpflichen Schatz der Kirche, an die Fürsprache der heiligsten Maria und an den unendlichen Preis des Blutes Jesu Christi.

Gewährt, Herr, diesen armen Seelen, besonders der Seele von N. N., den ersehnten Trost und Ruhe. Aber ich vertraue auch, dankbare Seelen, dass ich durch euch mächtige Vermittler haben werde, die mir vom Herrn Gnade erlangen, damit ich meine Sünden verabscheue, in der Tugend vorankomme, die Leidenschaften bezwinge und den Himmel erreiche. Amen.

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