Henrique Gran schreibt in seinem Werk, dass, nachdem er dreißig Jahre im Fegefeuer gewesen war, ein Vater seinem Sohn erschien, umgeben von Leiden. Der Sohn, der Mitleid mit seinen Qualen hatte, sagte: „Was ist das, Vater? Nach so vielen Jahren, in denen ich für deine Seele gebetet und Tränen vergossen habe, besuchst du mich mit diesem traurigsten Ausdruck? Bist du etwa in der Hölle?“ Der Vater antwortete: „Nein, mein Sohn, ich bin auf dem Weg zur Erlösung. Aber wehe dir, Unglücklicher! Seit dem Moment meines Todes ist deine Seele zu ewigen Qualen verdammt, weil du in Todsünde gelebt hast.“ Der Sohn, erschüttert, antwortete: „Das kann nicht sein, denn ich beichte und empfange die Kommunion jedes Jahr zu Ostern.“ Der Vater entgegnete: „Das stimmt, aber du hast es auf schlechte Weise getan, ohne aufrichtige Reue für deine Sünden. Deshalb waren deine Beichten und Kommunionen ein größeres Unheil für deine Seele.“ Erschrocken von den Worten seines Vaters verbesserte der Sohn sein Leben und seine Gewohnheiten. In kurzer Zeit befreite er mit eifrigem Gebet und Opfern die Seele seines Vaters aus dem Fegefeuer.

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