Wo die Schatten sterben: Der Beichtstuhl"

 

In einer dunklen, bedrückenden Nacht im Kloster begegnet der heilige Dominikus dem Teufel, während er betend durch die Gänge wandelt. Der Dämon gesteht, dass er gekommen ist, um träge Mönche zu verführen – durch Völlerei oder übertriebenen Verzicht. Im Erholungsraum lacht er höhnisch, denn dort erzielt er seine größten Erfolge, indem er Ablenkung und Klatsch sät. Doch im Beichtstuhl weicht er voller Wut zurück: Dort verliert er all seine Macht, denn die Vergebung zerstört sein Werk. Dominikus hebt das Kruzifix, und der Dämon verschwindet in einer schwarzen Wolke. Seitdem, so sagt man, hört man nachts Schritte und fernes Lachen – auf der Suche nach einer neuen Seele.

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