Frommer Christenmensch, der du das von Gottes eigenem Sohn gegebene Gebet, das Vaterunser, geringachtest, obwohl es allen Gläubigen als vollkommenes Muster gegeben wurde! Du ziehst menschlich verfasste Gebete vor, als ob ein noch so heiliger Mensch besser wüsste als Jesus Christus selbst, wie man beten soll. Du suchst in menschlichen Büchern nach Wegen, Gott zu loben, als ob du dich schämtest, das Gebet zu verwenden, das der Sohn Gottes selbst uns gelehrt hat.
Du glaubst vielleicht, die Gebete in deinem Gebetbuch seien für Gebildete und Weise geschrieben, während der Rosenkranz nur etwas für Frauen, Kinder oder einfache Leute sei. Als ob die Worte von Heiligen mehr Wert hätten als die Worte des Ewigen Wortes Gottes! Aber bedenke: Jesus selbst, die fleischgewordene Weisheit, hat uns das Vaterunser geschenkt. Es ist ein vollkommener Ausdruck der Liebe, des Vertrauens und der Anbetung – von Ihm, der weiß, was der Vater am meisten erfreut.
Es ist ein gefährlicher Irrtum, dieses göttlich inspirierte Gebet beiseite zu lassen, um sich lieber an von Menschen erdachte Texte zu klammern. Das bedeutet, die Quelle zu verlassen, um nach kleinen Bächlein zu suchen; das reine, lebendige Wasser zu verschmähen, um aus trübem Wasser zu trinken.
Wir verwerfen nicht die Gebete der Heiligen – im Gegenteil, sie sind wunderbare Hilfen zur Erhebung der Seele. Doch wir können nicht zustimmen, wenn jemand diese über das Gebet stellt, das aus dem Mund Jesu selbst gekommen ist. Wie könnten wir den Quell der Gnade geringachten, um stattdessen zu armseligen Rinnsalen zu eilen?
Der heilige Rosenkranz, der sich aus dem Vaterunser und dem englischen Gruß (Ave Maria) zusammensetzt, ist nichts anderes als eine einfache, aber machtvolle Verbindung mit der Quelle ewigen Lebens. In jeder Perle fließt die Gnade Christi, denn wir beten mit den Worten, die der Himmel selbst offenbart hat.
Der Rosenkranz ist nicht kindisch oder banal, sondern eine Waffe für die Heiligen, ein Trost für die Sünder und ein Lobpreis, der Gott wohlgefälliger ist als viele menschlich konstruierte Litaneien. Wer ihn verachtet, verachtet nicht nur Maria, sondern auch die Gebetsform, die Jesus selbst bestätigt hat. Möge der Heilige Geist die Herzen der Gläubigen erleuchten, damit sie mit neuer Liebe und Ehrfurcht zum Gebet des Herrn und zum Rosenkranz zurückkehren!

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