Die Strafe des nachlässigen Beichtvaters


Er wurde vom Vatermeister Ávila, apostolischem Prediger in Andalusien, herausgefunden und dem Vater Ignacio Blane erzählt.

Ein Ritter mit ungeordnetem Verhalten gestand sich bei einem gewissen Beichtvater, der ihn, sei es aus Freundschaft oder wegen der Geschenke, die er erhielt, nachsichtiger behandelte, als es sein Verhalten verdiente. Er wiederholte seine Beichten, doch sie waren schlecht und ohne den wahren Vorsatz zur Besserung.

Der Ritter starb und wurde verdammt; der Beichtvater wusste nichts von seinem Tod. Eines Nachts rief man ihn dringend, zur Wohnung des Ritters zu gehen. Man führte ihn durch versteckte Straßen zu einem abgelegenen, einsamen Ort, wo der Führer sich ihm zuwandte und sagte:

—Erkennst du mich? Ich bin Don Fulano, gestorben und verdammt durch deine Schuld und übermäßige Nachsicht, weil du meine Sünden heruntergespielt und mich nicht korrigiert oder mir die Absolution verweigert hast, wie es hätte sein sollen. Obwohl ich mich gestand, waren meine Beichten schlecht und sakrilegisch, ohne die notwendige Reue und ohne einen wirksamen Vorsatz zur Besserung meines Lebens. Daher befiehlt der allmächtige Gott, dass du mir im Höllenfeuer Gesellschaft leistest.

Er umarmte ihn, die Erde öffnete sich plötzlich und verschlang beide. Sie werden ewig in der Hölle leiden.

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