Hildebrand, ein reicher Schurke, fiel in die Todsünde, als er einen Mitbewohner im Wald tötete, getrieben von alten Feindschaften und der Verführung des Teufels. Als er in sein Dorf zurückkehrte, leugnete er das Verbrechen, gestand es jedoch schließlich vor dem Richter und wurde zum Tode verurteilt.
Die Priester Bertolf und Johannes versuchten, ihn zur Reue zu bewegen, doch er, verhärtet und verzweifelt, sagte, er sei verloren und könne von der Buße nicht profitieren. Der Priester forderte ihn auf, sich innerhalb von dreißig Tagen zu zeigen, um über seinen Zustand zu berichten; Hildebrand stimmte zu. Nach der körperlichen Strafe gelangte er in die ewige Verdammnis.
Eines Nachts erschien er Bertolf in einer Vision, bestätigte seine ewige Verdammnis und riet ihm, sein Leben zu bessern, um ein ähnliches Schicksal zu vermeiden. Die Erfahrung beeindruckte Bertolf so sehr, dass er ins Kloster Hersethusin eintrat und das Ordensgewand annahm.
Hildebrand starb ohne Erlösung und zeigte, dass das Verweilen in Todsünde gefährlich und schädlich ist: Es führt in die Hölle und macht alles Gute zunichte, das der Sünder in der Zwischenzeit tut. Der Mönch schließt, dass die Gnade nur durch eigenes Verschulden verloren geht, nicht ungerechtfertigt.

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